Planen

Das Planogramm repräsentiert in der POS-Planung ein Regal, eine Regalwand oder einen Shop. Hier werden alle Warenträger und alle Produkte samt ihren konkreten Positionen und Eigenschaften zusammengeführt.

Warenträger werden in XPace in einer erweiterbaren Bibliothek geführt. Die Daten der Produkte werden aus externen Datenquellen übernommen. Die Regalplanung führt diese Elemente zu einem Planogramm zusammen.

PlanogrammWarenträgerProduktRegalplanung

Planogramm

Das Planogramm repräsentiert in der POS-Planung ein Regal, eine Regalwand oder einen Shop. Das Planogramm verwaltet alle Warenträger und alle Produkte samt ihren konkreten Positionen und Eigenschaften. Das Planogramm kann grafisch und in Daten- und Listenform betrachtet werden.

Ein XPace-Planogramm enthält

  • die Projekt-Metadaten
  • die Menge aller positionierten Warenträger
  • die Menge aller positionierten Produkte

Ziel ist es, alle Daten eines Regalplanungsprojekts zusammenzuführen und so das Regal dokumentierbar und verwaltbar zu machen.

Was ist es?

Das Regalplanungsprojekt, das alle Daten eines Regals enthält und die Zusammenhänge beschreibt.

Wie wird es identifiziert?

Durch eine eindeutige Projekt-ID. Zusätzlich wird ein Projektname gebildet. Eine erweiterte textliche Beschreibung des Projekts kann hinzukommen. Für Suchzwecke kann das Planogramm verschlagwortet werden.

Welche Daten werden benötigt?

Ein Planogramm wird einem Kunden und einem Markt zugeordnet. Ein Sortiment wird angegeben. Eine Marktgrößenklasse wird eingestellt.

Welche Daten sind optional?

Gültigkeitszeitraum. Sprache und Zielland. Lieferperiode und Kundenlaufrichtung. Versionsnummer.

Wie wird es dargestellt?

Als Grafik in 2D oder 3D. Als Liste oder Tabelle. Als Report oder Export.

Was ist zu beachten?

Planogramme haben einen Status, sie können neuaktivinaktiv oder alt sein oder einen benutzerdefinierten Status haben. Planogramme können freigegeben oder gesperrt werden.

Planogramme können in mehreren Versionen abgelegt werden. Historisierte Versionen eines Planogramms sind stabil, sie aktualisieren sich nicht automatisch bei Änderungen an den Produkten und ermöglichen so auch Vergleiche mit früheren Planungszuständen. Sie können jedoch durch den Anwender reaktiviert und aktualisiert werden und stellen dann eine neue Version dar.

Planogramme und Versionen können miteinander verglichen werden.

Wo kommt es her?

Das Planogramm wird im XPace-Planogramm-Editor erzeugt. Es kann auch aus historischen Planogrammversionen durch Aktualisierung entstehen.

Ein Planogramm kann aus eine tabellarischen Beschreibung automatisch erstellt werden. Es kann aufgrund von Regeln automatisch bestückt werden.

Ein Planogramm kann aus einem Fremdformat importiert werden.

Warenträger

Der Warenträger ist das Element, das im Space Management zum Aufbau der Regale verwendet wird. Warenträger haben eine geometrische Form, eine Stückliste ihrer Bestandteile und ein Verhalten.

Das Verhalten bestimmt, wie ein Warenträger-Typ mit anderen Warenträgern zusammenarbeitet und wie Produkte positioniert und angeordnet werden. Typische Warenträger in XPace sind

  • Sockel, Säulen und Standrohre
  • Fachböden und Körbe
  • Lochwände mit Lochwandhaken
  • Kopfblenden, Displays, Präsentationssysteme
  • Halter, Fächer, Fachteiler, Preisschienen
  • Paletten, Gitterboxen, Truhen, Kartons, Trays
  • Umgebungselemente
  • sowie individuell gestaltete Displays und Warenträger

Ziel ist es, ein virtuelles Regal aus realitätsgetreuen Elementen aufbauen und mit Ware belegen zu können.

Was ist ein Warenträger?

Das Element, aus dem Regale gebildet werden. Einfache Bauteile erzeugen das Regal konstruktiv. Echte Warenträger sind Bauteile die tatsächlich „Ware tragen“ können. Auf echten Warenträgern werden die Produkte positioniert und angeordnet. Hinter einem Warenträger-Objekt steht eine Stückliste seiner Bestandteile: ein XPace-„Fachboden“ enthält als Stückliste die Bestandteile „Konsolen“, „Bodenblech“, „Preisschiene“ und „Befestigungsmaterial“.

Wie verhält er sich?

Die Warenträger und Bauteile werden zu einem (zunächst leeren) Regal zusammengesetzt. Dabei stellen Regeln, Raster und Ankerpunkte das korrekte Zusammenspiel zwischen verschiedenen Warenträgern sicher: Ein Fachboden bewegt sich z. B. mit seinen Konsolen im Raster der seitlichen Säulen.

Ein echter Warenträger besitzt Attribute, die festlegen, wie und wo Produkte positioniert werden können. Der Positionierungsraum für Produkte begrenzt die Warenbelegung des Warenträgers und sorgt für das korrekte Verhalten.

Welche Daten werden benötigt?

Ein rein konstruktives Bauteil steht für sich allein und kann nur andere Bauteile aufnehmen. Ein echter Warenträger beschreibt zusätzlich, wo und wie die Produkte positioniert und angeordnet werden sollen. Dabei wird zwischen hängenderstehend-gestapelter und lose geschütteter Produktpositionierung unterschieden.

Welche Daten sind optional?

Eine Begrenzung des Füllungsgrads. Eine erzwungene Produktrotation. Begrenzungen der Größe der Produktblöcke. Spezielle Rasterpunkte und Rasterflächen. Das Verhalten bei Lücken. Gewünschte Griffräume neben den Produkten. Das Zusammenspiel mehrerer Positionierungsräume auf einem Warenträger.

Wie wird er dargestellt?

Für jeden Warenträger ist eine Beschreibung seiner dreidimensionalen Geometrie hinterlegt. Daraus bestimmen sich sowohl die Maße als auch das Aussehen in der Planogramm-Grafik.

Wo kommt er her?

Die XPace-Standardbibliothek enthält alle wichtigen Warenträger zum Aufbau von Wandregalen, Mittelraumgondeln, Paletten und Gitterboxen sowie Schwerlastregalen. Diese Teile decken bereits die häufigsten Anwendungsfälle ab.

Sonderbauteile, Displays, Halter und spezielle Präsentationssysteme können mit dem Modul XPace Mockup erzeugt und in die Bauteilbibliothek integriert werden.

Produkt

Das Produkt ist im Space Management das zentrale Datenelement. Die Daten der Produkte bestimmen, wie, wo und warum Positionierungen im Regal vorgenommen werden.

XPace unterscheidet in der Regalplanung

  • den Produkt-Stammdatensatz, der das Produkt allgemein beschreibt
  • die Produkt-Positionierung, die einen konkreten, lokalisierten Produktblock im Regal definiert

Ziel ist es, Produkte mit ihren Maßen und Daten in ein Planogramm einzusetzen und an ihrer Position verwalten zu können.

Was ist ein Produkt?

Das zentrale Element der Begierde im Regal. Das Produkt ist Umsatzträger und Gewinnbringer. Die Produkte sollen auf begrenztem Regalraum ihre Warengruppe angemessen repräsentieren und Kundenerwartungen erfüllen. Dazu konkurrieren sie um den verfügbaren Platz im Regal.

Wie wird es identifiziert?

Primärschlüssel ist die Artikelnummer. Abarten eines Artikels können durch eine Varianten-ID unterschieden werden. Die EAN identifiziert ein Produkt ebenfalls, ist aber oft nicht eindeutig genug. Weitere IDs im Rahmen der Warenwirtschaft können hinzukommen.

Welche Daten werden benötigt?

Für die Regalplanung ist mindestens die Artikelnummer, ein Bezeichnungstext sowie die Breite, Höhe und Tiefe im Sinne der Verpackungsmaße erforderlich.

Welche Daten sind optional?

Klassifizierende Zuordnungen wie Warengruppe, Sortiment, Marke, Produktfamilie. Preise und Konditionen. Zusätzliche, auch fremdsprachliche Texte. Kundenspezifische Preislisten. Logistische Daten wie Hängbarkeit, Schüttbarkeit, Lage des Hakenlochs, Nesting. Sollvorgaben für Mengen und Verpackungseinheiten. Bestandteile im Sinne einer Stückliste. Regeln und Restriktionen für die Positionierung auf bestimmten Warenträgern.

Wie wird es dargestellt?

Im einfachsten Fall als weiße oder farbige Box. Wenn digitale Images für die Produkte bereitstehen, können die Bilder das Produkt von einer oder von allen Seiten fotorealistisch anzeigen. 3D-Modelle können Geometrien abweichend von der einfachen Box erzeugen, mit denen das Produkt im Regal komplett realistisch dargestellt wird.

Was ist zu beachten?

Positionierungstypen freischalten: ein Produkt kann in XPace hängend, stehend-gestapelt oder lose geschüttet positioniert werden, die zulässigen Typen werden pro Artikel definiert.

Prospektive Artikel sind Produkte, die noch nicht in der aktiven Produktpalette des Unternehmens existieren, in der Warenwirtschaft also noch nicht angelegt sind, für Regalplanungen aber schon verwendet werden sollen. Diese Artikel können gesondert verwaltet werden.

Fremdware und Dummy-Artikel können in einem separaten XPace-Channel verwaltet werden.

Artikel können einen Status haben, sie sind z. B. neu oder auslaufend. Der Status kann in Abfragen berücksichtigt werden.

Wo kommt es her?

Produktdaten werden normalerweise aus anderen, bereits gepflegten Datenquellen übernommen. Quellen können eine Warenwirtschaft, ein ERP-System, ein PIM- oder PDM-System, irgendeine Datenbank oder Excel sein. Der Datenzugriff erfolgt mit einer der unterstützten Schnittstellen-Technologien. Die Datenübernahme wird über ein Importskript gesteuert.

Produktdaten und Produktformen alternativer, neuer oder prospektiver Artikel können direkt in XPace angelegt und gestaltet werden. Sie werden in einem eigenen Channel verwaltet.

Regalplanung

Eine virtuelle Regalplanung erzeugt ein Planogramm, das die Daten aller Warenträger und Produkte in einem virtuellen Projekt verwaltet. Der allgemeine Ablauf einer Regalplanung folgt diesem generellen Schema:

  • Sortiment definieren
  • Planogramm erzeugen
  • Regalgerüst aufbauen
  • Produkte einsetzen
  • korrigieren und individualisieren
  • bewerten
  • anpassen
  • abschließend bewerten
  • dokumentieren
  • speichern
  • beobachten
  • optimieren im Zeitverlauf mit Soll-Ist-Abgleich

XPace enthält alle Funktionen, Algorithmen, Datenstrukturen und Schnittstellen für ein qualifiziertes Planogramming.